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Das Schweizer BIP wird dieses Jahr deutlich unterdurchschnittlich wachsen
Die Schweizer Wirtschaft werde dieses Jahr aufgrund der schlechten Auslastung der Industriekapazitäten und der hohen Finanzierungskosten, die die Investitionen verringern, deutlich unterdurchschnittlich wachsen, teilte das Wirtschaftsministerium (SECO) am Montag mit. Das Ministerium habe die Schätzung des Wirtschaftswachstums in diesem Jahr leicht auf 1.2 Prozent angehoben, was aber bedeute, dass die Wirtschaft deutlich schwächer als der Durchschnitt wachse, betonte die Expertengruppe des SECO. Ihrer Meinung nach wird der persönliche Konsum die Hauptsäule des Wachstums sein, der unter Bedingungen höherer Beschäftigung und stabiler Inflation wachsen wird. Auch die Exporte werden aufgrund der Abschwächung des Frankens die Konjunktur leicht stützen, sagen Experten. Im Jahr 2025 dürfte sich die wirtschaftliche Aktivität ihren Schätzungen zufolge „etwas normalisieren“, mit einer geschätzten Wachstumsrate von 1.7 Prozent. Die Konjunkturexpertengruppe erwartet eine allmähliche Erholung der Weltwirtschaft, insbesondere der europäischen, von der Schwäche der letzten beiden Jahre, was auch die Schweizer Exporte und Investitionen ankurbeln dürfte. Als Risiken nennen Experten Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine, die bei stark steigenden Rohstoffpreisen oder Transportkosten die Inflation erneut anheizen könnten. Auch potenziell hohe Kerninflationsraten stellen ein Risiko dar, da sie die Zentralbanken dazu veranlassen könnten, die Zinsen hoch zu halten, was die Nachfrage dämpfen würde. „Zusätzliche Risiken für die internationale Wirtschaft und den Schweizer Aussenhandel gehen von der Entwicklung in Deutschland und China aus.“ Die negativen Auswirkungen einer stärkeren Abschwächung der deutschen Industrie auf Sektoren der Schweizer Wirtschaft könnten stärker ausfallen als derzeit erwartet. Auch die chinesische Wirtschaft könnte sich aufgrund der Krise im Immobiliensektor, der hohen Verschuldung und der pessimistischen Stimmung von Unternehmen und Haushalten stärker als erwartet abschwächen“, erläutern Experten. Demnach dürfte sich das Preiswachstum im Jahr 1.1 auf 2025 Prozent verlangsamen.
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